
Frühe Bildung am 25.11.2025 in Berlin:
300 Expert:innen diskutierten vor Ort über digitale Herausforderungen in der Frühen Bildung, Betreuung und Erziehung und wie eine ‚Startchancen-Kita‘-Initiative einen sinnvollen Beitrag leisten kann.
Zur Problembeschreibung gehören einige Punkte, die Sybille Stöbe-Blossey in ihrem inspirierenden Vortrag herausgestellt hat:
- In einigen Regionen – z.B. in vielen Städten im Ruhrgebiet steigt der Anteil der unbetreuten 5-jährigen in den letzten Jahren deutlich an: Gerade hier sollte die Kurve umgekehrt verlaufen – ein absolutes Alarmsignal, das leicht übersehen wird, wenn überall das Gefühl entsteht, der Platzmangel sei beendet.
- Familien mit niedrigem Einkommen und Migrationshintergrund sind beim Zugang zur Kita benachteiligt (siehe auch die WSQ-Studie speziell mit Fokus Familien mit Fluchtgeschichte)
- Jugendämter haben nur geringe Steuerungsmöglichkeiten.
In der Diskussion klangen auch Perspektiven für die Zukunft auf: - Während Startchancen Schule als – langfristiges, aber doch befristetes – Programm strukturiert ist, könnte ‚Startchancen Kita‘ Teil der Gesetzgebung sein und damit dauerhafte Strukturen aufbauen helfen.
- Aufgrund der Strukturen im Kita-Bereich ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kommunen von Anfang an eine stärkere Rolle erhalten als das beim schulischen Startchancen-Programm der Fall war (siehe dazu Expert:innenworkshop Welt:Stadt:Quartier – Institut für Bildung, Forschung und Entwicklung e.V./Robert Bosch Stiftung)
- Es macht Sinn, Unterstützungsstrukturen der Startchancen-Kitas von Anfang an mitzudenken.
- Die Idee von ‚Startchancen-Zentren‘ von Yvonne Anders hat viele inspiriert.
Danke an Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Robert Bosch Stiftung für diese Initiative!
