
Wie kommt das Thema ‚Wirkung‘ in Ihre Organisation? Wer bringt das Thema in die Organisation? Was sind Herausforderungen beim Thema?
Ausgehend von diesen Fragen fand am 21.04. beim Berliner Netzwerk Stiftungen und Bildung eine spannende Diskussion rund um Wirkungsorientierung und -analyse statt. Peter Bleckmann konnte die Erfahrungen von Welt:Stadt:Quartier als Experte in die Diskussion einbringen, z.B. aus der Zusammenarbeit mit der SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik, dem Schulentwicklungsraum Kreuzberg-Friedrichshain und dem DVV International.
Ein paar Beobachtungen:
– Für viele Organisationen in der Zivilgesellschaft ist das Thema ‚Wirkungsanalyse‘ mit viel Druck verbunden, weil es vor allem als eine externe Verpflichtung in die Organisation kommt.
– Andererseits entspricht es der intrinsichen Motivation vieler Akteur:innen aus der Zivilgesellschaft, sich darüber klar zu werden, ob das eigene Projekt, die eigene Organisation, das eigene Handeln ankommt, ob es die Ziele erreicht, die man sich vorgenommen hat, oder ob man sich selbst in die Tasche lügt.
– Es ist nicht immer leicht, die Balance zwischen externer Anforderung und Eigeninteresse auszubalancieren; aber gerade die Beispiele von Organisationen, die sich bewusst auf einen wirkungsorientierten Weg machen und ihre eigene Struktur daran orientieren, machen Hoffnung, dass hier ein Potenzial für Professionalisierung liegt, das gleichzeitig dazu führt, dass engagierte Menschen häufiger bewusst wahrnehmen können, was sie alles erreicht haben.
– Ein komplexes Wirkungsmonitoring ist für viele Organisationen überfordernd. Wichtig ist nicht die ultimative Lösung, sondern sich auf den Weg zu machen: eine Lernende Organisationskultur stärken, Momente der Reflexion in den Alltag einbauen, sich über Ziele und Wirkungswege klar werden: das sind Schritte, die jeder Organisation ohne großen Aufwand schon sehr viel bringen können. Darauf können umfassendere Wirkungsanalysen aufbauen.
Einmal mehr haben Sabine Süß und Martina Battistini es geschafft, einen offenen Raum für Austausch und Erfahrung für nahezu 70 zivilgesellschaftlich Engagierte zu schaffen. Dafür ein herzliches Dankeschön!
